Dokumentation

Dokumentation der soziotechnischen Geschichte der untersuchten Schule bei Schulevaluation.


Dokumentation der soziotechnischen Geschichte

  • 11.09.1965 
    Der Schulträger beantragt die Einrichtung eines Mittelschulzuges an der Volkschule.
  • 13.02.1965
    Das Kultusministerium stimmt diesem Antrag zu.
  • April 1965
    Die erste Mittelschulklasse (M5) nimmt Ostern 1965 mit 32 Schülerinnen und Schülern den Unterricht auf.
  • 09.02.1966
    Antrag der Stadt auf Erteilung einer Genehmigung und Zustimmung des Kultusministeriums zum Bau einer neuen Schule
  • 01.09.1967
    Bauantrag für den ersten Bauabschnitt
  • Juni 1968
    Beginn der Arbeiten für den ersten Bauabschnitt
  • 11.07.1969
    Übergabe des ersten Bauabschnitts für 270 Schülerinnen und Schüler in 9 Klassen mit 11 Lehrkräften
  • 03.09.1970
    Bauantrag für den zweiten Bauabschnitt
  • 23.01.1970
    Grund-, Haupt- und Realschule werden selbstständig.
  • 01.07.1971
    Ein neuer Rektor übernimmt die Leitung der  Realschule. Der jetzige Schulleiter wird Konrektor
  • April 1972
    Beginn der Bauarbeiten für den zweiten Bauabschnitt
  • März 1974
    Der zweite Bauabschnitt ist abgeschlossen und wird von der Realschule bezogen
  • Mai 1974
    Die Hauptschule zieht in den ersten Bauabschnitt ein.
  • 13.12.1974
    Übergabe des Neubaus. Das Schulzentrum mit Hauptschule und Realschule erhält einen neuen Namen.
  • 1975
    Beginn einer Schulpatenschaft mit einer französischen Schule
  • Oktober 1987
    Der Realschulrektor wird in den Ruhestand verabschiedet. Der bisherige Realschulkonrektor und heutige Rektor übernimmt die Leitung der Schule.
  • Juni 1988
    Der heutige Realschulkonrektor wird zum Realschulrektor ernannt.
  • 29.04.1991
    Der Förderverein der Realschule wird gegründet.
  • 16./17. März 1995
    Zur Feier des 30jährigen Jubiläums wird mit überregionalem Erfolg ein Musical aufgeführt.
  • 1995
    Der Förderverein wird als Betriebsträger des Schülerhortes wird vom Landratsamt als Einrichtung der freien Jugendhilfe anerkannt.
  • 1996
    Seit 1996 nimmt die Schule am Pilotprojekt „Schule spart Energie- Energiesparen macht Schule teil“ Der Schule sehen 50% der eingesparten Kosten zur eigenen Verwendung zur eigenen Verfügung.
  • Nov. 1996
    Die neue Schulsportanlage wird realisiert.
  • Nov. 1996
    Die neue Rechtschreibung, die ab 1.8.98 verbindlich wird, wird an der Schule bereits eingeführt.
  • Oktober 1997
    Die Realschule reagiert auf die aktuellen Ergebnisse der TIMSS Studie und gründet eine Projektgruppe zur Weiterentwicklung des mathematisch naturwissenschaftlichen Unterrichts.
  • Schuljahr 1997/98
    Die Realschule erhält den Status einer Modellschule für ein naturwissenschaftliches Profil
  • 1998
    Die bisherige Schulsekretärin wird nach 25 Jahren in den Ruhestand verabschiedet. Die jetzige Schulsekretärin übernimmt das Amt.
  • 1999
    Bundespreise im Kunstwettbewerb Europa 2000 für die Schule
  • Oktober 1999
    Die Schule realisiert einen Internetauftritt der bis heute ausgebaut wird.
  • 31.03.2000
    Im Schuljahr 1998/1999 wurde die Realschule vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport als "Modellschule" ausgewählt, um neue Unterrichtsmethoden zu erproben und Innovationen im naturwissenschaftlichen Unterricht zu bewirken. Die Schulbehörde begleitet dieses Vorhaben und plant anschließend flächendeckend für Baden–Württemberg eine Konzeption für weitere Schulen.
  • 31.03.2000
    Die Anzahl der Realschüler hat in den letzten 4 Jahren um 20% zugenommen und die Erweiterung des Schulbaus geht in Planung.
  • 25.07.2000
    Der bisherige Realschulkonrektor wird in den Ruhestand verabschiedet.
  • 26.09.2000
    Eine seit 1996 im Kollegium tätige Realschullehrerin wird zur Konrektorin ernannt.
  • 12. März 2001
    Spatenstich zum Erweiterungsbau
  • 30.09. - 01.10.2001
    Die Schule nimmt mit großem Erfolg an den Science Days im Europa-Park: Vertreten waren die Fächer Natur und Technik, Biologie, Chemie und Physik

Bewertung

Die Schule hat sich seit etwa 5 Jahren mit dem Schwerpunkt im naturwissenschaftlichen Bereich neu orientiert. Hier hat sich die Schule weit über Ihren Basisauftrag hinaus in verschiedenen Modellprojekten engagiert. Die große Beteiligung der Lehrer und Lehrerinnen am Projekt „science day“ und die erfolgreiche Einbindung des Umfeldes mit seinen technischen und organisatorischen Ressourcen zeigen, dass Meilensteine ganzheitlich geplant wurden.

Als Beispiele für eine schnelle und zielgerichtete Reaktion auf fachliche und technische Herausforderungen sollen hier die „Projektgruppe TIMSS“, die Internet AG und die frühzeitige Umsetzung der Rechtschreibreform exemplarisch herausgegriffen werden. Diese Projekte zeigen die Fähigkeit, wichtige Meilensteine durch arbeitsorientierte Veränderungen zu unterstützen.

Das große Engagement im musikalischen Bereich bis 1997 ist relativ plötzlich nach einer sehr erfolgreichen Aufführung abgebrochen. Aktuell verfügt die Schule nicht einmal mehr über einen Musiklehrer mit entsprechender Lehrbefähigung. Die plötzliche Abwendung der Schule vom musischen Engagement kann aus psychologischer Sicht als reaktantes Verhalten des Kollegiums gedeutet werden. Das Kollegium sah sich angesichts des weit über das Normalmaß hinausgehende Engagement in seinen Freiräumen bedroht und hat deswegen mit einer Abwendung reagiert. Die von der Schulleitung beobachtete Überforderung des Kollegiums unterstützt diese Vermutung. Für die Zukunft soll die Nutzung der zur Verfügung stehenden organisatorischen, zeitlichen und fachlichen Ressourcen für größere Projekte mit entsprechenden Kompensationen in anderen Bereichen verbunden werden. Dies zeigt, dass die Schule in der Lage ist, die Erfahrungen aus vorangegangenen Projekten bei der Realisierung neuer Vorhaben zu berücksichtigen.

Die untersuchte Schule hat sich seit Ihrer Gründung kontinuierlich weiterentwickelt und in vielerlei Hinsicht Innovationskraft bewiesen. Insbesondere reagiert die Schule schnell auf organisatorische und technische Herausforderungen. Der mit Nachdruck eingeforderte Ausbau der Schulgebäude lässt auch im technisch-räumlichen Problemfeld eine konsequente Ausrichtung am Unternehmensziel „optimale fachliche und erzieherische“ Bildung (der der Schule anvertrauten Jugendlichen) erkennen.

 

[ Diskussionsgrundlage ]

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