Die flgd. Ergebnisdiskussionen und -vergleiche beziehen sich auf Daten, die auf der Individuumsebene erhoben wurden. Sie können zumindest ansatzweise Erkenntnisse über das Kommunikationsbedürfnis und den wahrgenommenen Ist-Zustand der Kommunikationsqualität mit verschiedenen Kommunikationspartnern aufgezeigt werden.
Selbstverständlich ist das hierbei verwendete allgemeine Zufriedenheitsmaß im Sinne von Bruggemann (Bruggemann, Groskurth und Ulich, 1975) mit Vorsicht zu interpretieren, da verschiedene Motivationsdynamiken nicht differenziert erhoben wurden.
Im Vergleich der verschiedenen Kommunikationspartner kann festgestellt werden, dass die Bedeutung der internen Kommunikation einen dominanten Platz einnimmt, wobei die Bedeutsamkeit der Kommunikation mit den Kollegen im Mittelwert auffallend hoch erscheint. Ebenfalls ist eine deutliche Soll-Ist-Differenz zu Lasten der Zufriedenheit bei der Kommunikation mit den Kollegen erkennbar. Hier zeichnet sich ein Verbesserungsbedarf ab, auch wenn der wahrgenommene Ist-Zustand über dem mittelmäßigen Wert liegt.
Ähnliche Soll-Ist-Differenzen zeichnen sich bei differenzierter Betrachtung des Informationsaustausches unter Kollegen zu bestimmten Themen ab. Die Soll-Ist-Differenzen sind am geringsten bei organisatorischen Themen, d.h. bei jenen Themen, die in den „Tür- und Angel-Geprächen“ innerhalb der 5-10-Minuten-Pausen stattfinden. Die Soll-Ist-Differenzen bei fachlichen, pädagogischen und methodischen Themen sind wesentlich größer und betreffen Themen, die vor allem in den jeweiligen in den Fach- und Klassenkonferenzen Raum finden sollten.
Der Vergleich der Bedeutung der verschiedenen Kommunikationsmöglichkeiten macht deutlich, dass die informellen Gespräche auch an dieser Schule einen besonderen Stellenwert sowohl im Soll als auch im Ist besitzen. Bei allen Kommunikationsmöglichkeiten gibt es Soll-Ist-Differenzen zu Ungunsten der wahrgenommenen Ist-Situation. Die geringste Soll-Ist-Differenz findet sich bei der GLK, die größte dagegen bei den Klassenkonferenzen.
Am Beispiel der GLK wurde die Zufriedenheit verschiedener methodischer Gesichtspunkte miteinander verglichen. Hier sind erste Schwerpunkte für mögliche Verbesserungen erkennbar. es wird deutlich, dass insgesamt eher unbefriedigende Wertungen erfolgt sind, wobei die Partizipationsmöglichkeit der Teilnehmer und die thematischen Inhalte als einzige über dem Mittelmaß liegen. Es sind hauptsächlich strukturelle und methodische Merkmale der GLK, die negativ gewertet werden.
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