Die Ebene des Individuums nimmt in dieser Analyse einen breiten Raum ein. Dies liegt zum großen Teil daran, dass anonyme personbezogene Arbeitsanalysen im System Schule auf große Akzeptanz stoßen. Sie entsprechen in etwa dem Vorgehen, was allgemein unter dem Begriff Evaluation in Schulen erwartet wird. Des Weiteren war es auf dieser Ebene gut möglich, weitere Personenkreise einzubeziehen und somit subjektive Wahrnehmungen unterschiedlicher Perspektiven zu spiegeln. Dies war insbesondere unter dem Aspekt der Erhebung der Unterrichtsqualität von Bedeutung.
Themenfokus
Die Analyse auf dieser Ebene bezieht sich auf die 8 arbeits- und organisationspsychologischen Kategorien, die in Kapitel 5 vorgestellt wurden. Die Ergebnisse der Themenfindungsgruppen, die parallel zu den Analysen der ersten 3 MTO-Ebenen stattfanden, sowie die Ergebnisse der Experteninterviews führten zu einer entsprechenden Fragengewichtung bzw. –spezifizierung in den einzelnen Kategorien.
Personenfokus
Die Erhebung der Themen wurde zunächst im Kollegium durchgeführt. Speziell zum Thema Unterrichtsqualität sollten auch die Schüler und Eltern in die Analyse einbezogen werden.
Datenerhebung
Die Datenerhebung erfolgte aus praktikablen Gründen ausschließlich auf der Basis von strukturierten Fragebögen mit geschlossenen Antwortvorgaben. Der Fragenpool beruht auf selbst konstruierten Teilskalen sowie auf bereits vorhandenen Teilskalen und Fragen von Nordmann (2000), Schaarschmidt und Fischer (1996), Rimann und Udris (1993), Buhren & Killus (2000) und Bessoth (1996). Die Antwortkategorien sind hauptsächlich auf einer 5-stufigen Skala geschlossen vorgegeben.
Datenauswertung
Mit den quantitativen Daten wurden deskriptive Statistiken und hypothesengeleitete Rangkorrelationen unter Zuhilfenahme des Programms SPSS Version 10 berechnet. Die Ausdrucke und Diagramme wurden hauptsächlich mit den Programmen MSAccess und MSExcel erstellt. Der Fragebogenrücklauf der 3 Personengruppen ergab sich folgendermaßen aus:
Lehrkräfte: Rücklauf mit Schulleitung, alle auswertbar (4 weitere Kollegen und Referendare konnten von vornherein nicht teilnehmen) 92,68%.
Schüler: Rücklauf 92,07%.
Eltern: Rücklauf 354 von 668 Eltern/Erziehungsberechtigten, 331 auswertbar (Ausgeschlossene: 5 keine Antwort, 18 gemeinsam mit Kind beantwortet) 52,99% Rücklauf, davon 49,55% auswertbar.
Insgesamt betrachtet ist der Fragebogenrücklauf auf Lehrer- und Schülerebene sehr hoch, auf Elternebene dagegen sehr gering. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass die Eltern im Vorfeld nicht informativ und themengenerierend in die Analyse bzw. in dessen Vorbereitungen eingebunden wurden.
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