Die oben dargestellte Zielanordnung zeigt deutlich, dass 68,4% des Kollegiums die Ziele Förderung der Persönlichkeitsentwicklung, Vermittlung sozialer Kompetenz und Vermittlung fachlicher Inhalte präferieren. Knapp 32% der Antworten verteilen sich über weitere 10 Zielinhalte. Auch die präferierten Ziele der Schulleitung bewegen sich innerhalb der 5 am häufigsten genannten Ziele. Das heißt der Zielkonsens im Kollegium sowie zwischen Kollegium und Schulleitung ist als ausgesprochen positiv zu werten.
Der Vergleich der Kollegiumswerte mit den Zielpräferenzen der Elternschaft zeigt dagegen eindeutige Präferenzverschiebungen. 46,7% der Elternschaft wählten die Ziele Vermittlung fachlicher Inhalte, gefolgt von der Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und der Sicherung der Unterrichtsqualität. Besonders deutlich werden die Unterschiede bei dem Ziel Vermittlung sozialer Kompetenz, die nur von 8,67% der Elternschaft zu den 3 wichtigsten Zielen gezählt wurde. Insgesamt ist hier der Zielkonsens deutlich geringer als in der Lehrerschaft. Bei den Zielpräferenzvergleichen darf jedoch nicht vergessen werden, dass die aktuellen Diskussionen zu den Ergebnissen der PISA-Studie viele Unsicherheiten bei den Eltern hervorgerufen haben, die sicher auch eine Rolle bei dieser Befragung gespielt haben. Auf der anderen Seite dürften die Lehrer und Lehrerinnen von den Ergebnissen wohl auch nicht unbeeinflusst geblieben sein, was wiederum für einen geringen Konsens der Ziele zwischen Lehrerschaft und Elternschaft spricht.
Der wahrgenommene Ist-Zustand der Zielumsetzung lässt ebenfalls große Unterschiede zwischen Eltern und Lehrkräften erkennen. Außer im Punkt Vermittlung fachlicher Inhalte bewerten die Eltern die Verwirklichung der Ziele durchweg positiver, mit auffallend starken Abweichungen bei den Punkten Teamarbeit, offene Unterrichtsformen, Gesundheitsbildung und Medienkompetenz. Die Lehrer nehmen die Umsetzung ihrer Ziele sehr viel negativer wahr. Von 13 Zielen sind nur 3 nicht unter dem mittelmäßigen Niveau liegend. Auch die Sicherung der Unterrichtsqualität erreicht im Gegensatz zur Einschätzung der Eltern nicht einmal das Mittelmaß.
Die Aufgabenverbundenheit im Kollegium zeigt keine bedenklichen Werte. Die als relativ gering bewertete klare Zielvermittlung relativiert sich in Anbetracht der Ergebnisse zum Zielkonsens. Gemeinsames Handeln ist jedoch leichter, wenn gemeinsame Ziele auch transparent gemacht werden. In diesem Sinne ist die Veröffentlichung der Ergebnisse zu den Zielpräferenzen ein erster wichtiger Schritt zur Zieltransparenz.
Fazit
Der hohe Zielkonsens im Kollegium bietet eine gute Ausgangsbasis für die gemeinsame Erarbeitung eines Schulprogramms. Die Umsetzung schulischer Ziele ist jedoch leichter in Zusammenarbeit mit den Eltern zu erreichen. Die Ergebnisse deuten auf einen Gesprächs- und Diskussionsbedarf zu Zielkonsens und –umsetzung zw. Eltern und Schule hin. Die negative Einschätzung der Umsetzung schulrelevanter Ziele von Lehrerseite unterstreicht einerseits einen entsprechenden Handlungsbedarf. Andererseits beschreibt sie aber auch den ausgeprägten kritischen Blick innerhalb des Kollegiums, der für optimierende Gestaltungsansätze von Vorteil sein kann.
Die Pilotstudie von Schulevaluation.de ist erfolgreich abgeschlossen. Ab jetzt können Sie Ihre Schule zu einer Standortbestimmung durch Schulevaluation.de anmelden. Informieren Sie sich umfassend bei uns.
[ mehr ]
Schulevaluation ist in aller Munde - der fundierte
Einstieg nicht eben einfach. Eine Übersicht weiterführender Literatur, sowie
eine Liste
interessanter Webseiten zum Thema haben wir in unserer Infothek
zusammengestellt.
[ mehr ]
Webtipps: Bioraum Parkett | Trip Trap Holzpflege | Archiv | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12
Webpartner: | Online Evaluation | Psychologie online | Schulevaluation Fallstudie
© by info-art agentur für kommunikation