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Guten Tag,
ich unterrichte an einem Mädchengymnasium Mathematik und Biologie und würde mich über einen Rat zum Thema "Streitschlichtung" freuen. Und zwar bin ich die Klassenlehrerin einer recht schwierigen 7. Klasse. Da ich die Klasse voraussichtlich auch im nächsten Schuljahr haben werde, ist mir das Problem auch jetzt gegen Ende des Schuljahres ein dringendes Anliegen. Die Schwierigkeit, für welche ich noch keinen adäquaten Lösungsweg gefunden habe, ist die Grüppchenbildung in dieser Klasse. Ich habe mittlerweile festgestellt, dass sich diese Gruppen hauptsächlich um zwei Mädchen bilden, welche einen tiefergehenden Konflikt miteinander zu haben scheinen. Offensichtlich hat dieser Konflikt tatsächlich die ganze Klasse "gespalten", und ich behaupte mittlerweile zu wissen, was das Wort "Zickenkrieg" tatsächlich bedeutet. Da dieser Konflikt ein effektives Unterrichten nahezu unmöglich macht, habe ich mich entschlossen, die zwei "Drahtzieherinnen" einem Streitschlichtungsprogramm zu unterziehen. Hierfür habe ich mich auch bereits im Internet kundig gemacht, würde mich aber darüber hinaus über Erfahrungsberichte von KollegInnen freuen, welche solch ein Programm bereits mit SchülerInnen durchgeführt haben. Danke vorab und herzliche Grüße, S. Schmidtbauer |
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Liebe Frau Schmidtbauer,
soeben habe ich Ihre Anfrage bzgl. eines Streitschlichtungsprogrammes gelesen. Ich selbst unterrichte an einer Hauptschule, weshalb ich das von Ihnen geschilderte Problem sehr gut nachvollziehen kann. Auch ich stand bereits vor ähnlichen Schwierigkeiten und habe in solchen Situationen nun schon zweimal einen Streitschlichtungsvertrag zur Unterstützung des Konfliktlöseprozesses herangezogen. Und diese Erfahrungen kann ich wirklich als äußerst positiv weitergeben! Der Ablauf war der, dass ich die zwei Drahtzieher des Konfliktes zu einem Gespräch gebeten habe und den Ablauf des Gespräches ähnlich einer Mediation gestaltet habe. Jeder der beiden bekam zudem solch einen Vertrag, auf dem am Ende des Gespräches die Vereinbarung zur Streitschlichtung, auf die sich die zwei Streithähne geeinigt haben, so ganz offiziell dokumentiert wird. Die Schüler fühlen sich dadurch einfach ernster genommen, so hatte ich den Eindruck. Desweiteren ist so ein schriftlicher Beleg auch äußerst sinnvoll als Einstieg in einem möglichen Folgegespräch ein paar Wochen später. Vielleicht konnte ich Ihnen mit meinem Erfahrungsbericht etwas weiter helfen. Falls Sie noch genauere Informationen brauchen, können Sie sich gern jederzeit melden. Mit freundlichen Grüßen, Doris Koller. |
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